PresseSicht

Baugenehmigung rechtmäßig Roetgen: Verwaltungsgericht hat bei Aldi-Ansiedlung nichts zu beanstanden

Mindestens noch vier Wochen Staus Roetgen. Seit einigen Wochen schon läuft der Verkehr auf der Bundesstraße (B 258) in der Ortslage Roetgen nur einspurig, geregelt mit Baustellenampeln. Zu den Hauptverkehrszeiten bilden sich lange Rückstaus. Die Geduld der Berufspendler und Touristen wird auf eine harte Probe gestellt. Bisweilen reicht die Blechlawine bis auf die Himmelsleiter zurück, obwohl viele Ortskundige bereits ihre Schleichwege benutzen.

Ein Knoten am Knotenpunkt (...) Roetgen. Die Aldi-Baustelle an der unteren Bundesstraße in Roetgen hätte gar nicht in Betrieb gehen dürfen, weil die damit zusammenhängende Verkehrsführung am Knotenpunkt Bundes-/Rosental-straße noch nicht realisiert ist. Diese Aussage ist richtig und gleichzeitig falsch, wie Alfred Sebastian, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr des Landesbetriebs Straßen NRW in Euskirchen, gegenüber unserer Zeitung erklärte.

"Auf einem Auge blind" Roetgen. Heftig diskutiert wird derzeit wieder über die aktuellen Ausbau- Pläne der Monschauer Straße zwischen der Autobahnauffahrt Lichtenbusch und Kalkhäuschen, wo die L 233 in die B 258 mündet.

B 258-Ausbau bleibt Reizthema Roetgen. Der Ausbau der Monschauer Straße, der Hauptverkehrsader zwischen der Stadt Aachen und der Eifel, bleibt in den Eifelkommunen ein Reizthema. Zu laut sind mittlerweile die Klagen der vielenBerufspendler, die tagtäglich die B 258 befahren müssen.

In Roetgen gibt es bald viel Platz für Kinder Die neue Awo-Kita an der Hauptstraße/Mittelstraße geht im kommenden Frühjahr in Betrieb. 1200 Quadratmeter Außengelände stehen zur Verfügung. Zum ersten Mal in der Eifel werden sechs integrative U3-Plätze angeboten.

Im Boden steckt keine Gefahr mehr (...) Roetgen. „Das Grundstück ist jetzt frei von Altlasten und alten Auffüllungen“, zitierte Katrin Hoppe von der Städteregion vor dem Bauausschuss der Gemeinde Roetgen aus dem Gutachten, in welchem die Ergebnisse der neuerlichen Bodenproben erläutert sind. Einziger Kritikpunkt aus dem Ausschuss: Diese Präsentation kommt im Prinzip zu spät, denn die Baustelle schreitet rasch voran, die Bauleute sind bereits beim Obergeschoss angelangt. UWG-Fraktionsvorsitzende Silvia Bourceau: „Das Pferd ist von hinten aufgezäumt worden. Jeder konnte dier Arbeiten an der Baustelle sehen, aber keiner wusste, was denn nun mit der Bodenbelastung ist.“

Bodenproben vom Kita-Gelände: (...) Aachen/Roetgen. Die Städteregion wehrt sich im Streit um den Standort des neuen AWO-Kindergartens im Zentrum von Roetgen gegen Verdächtigungen, fahrlässig mit einer vermeintlichen Bodenbelastung des Grundstücks umzugehen. „Dem ist nicht so. Und ich trete diesem Eindruck im Namen aller Beteiligten und Verantwortlichen in diesem Hause ganz entschieden entgegen“, betonte der Leiter des städteregionalen Kinder- und Jugendamtes, Adolf Mainz, in der Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses: „Es besteht kein Anlass zur Sorge.“

Information wäre angebracht Warum nur wird der Roetgener Schulbau soviel teurer? Vor den Wahlen flattern ständig von unseren politischen Parteien, Broschüren und Infos mit viel Eigenlob in den Briefkästen. Wäre jetzt eine Infobroschüre, zumindest von den damals verantwortlichen Parteien, für uns mündige Bürger nicht angebracht? Haben die Bürger, die letztendlich die Zeche zahlen müssen, nicht ein Anspruch darauf zu erfahren, wie man sich so katastrophal verschätzen konnte?

Noch 590 000 Euro für Schulsanierung Roetgen. Am Ende wurde im Gemeinderat etwas von Erleichterung spürbar, dass bei der Sanierung der Grundschule wohl die letzte Klappe gefallen war. Bürgermeister Manfred Eis sprach am Ende der Sondersitzung wohl den meisten aus der Seele: „Ich hoffe, dass wir uns an diesem Ort nicht noch einmal mit diesem Thema befassen müssen.“ Zuvor hatte der Rat bei zwei Enthaltungen aus den Reihen der UWG das Budget auf 7,1 Millionen Euro angehoben, auf den ohnehin satten Nachschlag von 490 000 Euro also noch 100 000 Euro draufgepackt.

Massive Kritik am Architekten Roetgen. Erneut ist es im Roetgener Bauausschuss nicht gelungen, aus Wasser Wein zu machen. Gegen die Stimmen der UWG empfahl der Ausschuss, für die Sanierung der Grundschule weitere 490 000 Euro zuzuschießen und das Gesamtbudget auf sieben Millionen Euro anzuheben. Vorangegangen war eine Generalabrechnung von SPD und UWG mit dem ehemaligen Projektsteuerer Dr. Axel Thomas von der WFG der Städteregion und mit Ulf Wimmers vom Architekturbüro Kada-Wittfeld.

Schulsanierung: Jetzt fehlen 490 000 Euro Roetgen. Für den 17. November werden die Politiker zu einer zusätzlichen Sitzung des Gemeinrates zusammengetrommelt, denn es ist genau der Fall eingetreten, den die UWG vor Monaten skizziert hatte: Für Umbau und Sanierung des Altbaus der Grundschule reicht das Geld immer noch nicht. Erst vor wenigen Monaten hatte der Rat 392 000 Euro nachgelegt. Die CDU verstand seinerzeit die ganze Aufregung nicht, man komme sogar mit 100 000 Euro aus. Die CDU vielleicht, nicht aber der Architekt, dem reichen 100 000 Euro nicht und auch nicht 392 000 Euro. Die Geldkanone soll diesmal mit satten 490 000 Euro nachgeladen werden.

Bürgermeister sieht „finanzpolitischen (...) Roetgen. Bürgermeister Manfred Eis soll in den vergangenen Tagen häufig im Rathaus gesichtet worden sein. Das ist normal, denn der Mann arbeitet da. Aber der Verwaltungschef soll kreidebleich gewesen sein und fast pausenlos den Kopf geschüttelt haben. Der Grund sind die 490 000 Euro, die jetzt erneut für Erweiterung und Sanierung der Grundschule nachgeschossen werden müssen, weil das Budget nicht reicht und inzwischen bei sieben Millionen Euro angekommen ist. „Es macht mich krank, anschauen zu müssen, wie diese Leute sehenden Auges ins finanzpolitische Desaster laufen“, lieferte Eis die Diagnose für seine Malaise. Er habe „diesen Leute“, gemeint sind CDU, Grüne und FDP, am 21. Februar 2006 prophezeit, dass sie mit diesem Sechs-Millionen-Beschluss „finanzpolitischen Selbstmord“ begehen.

Das Problem ist die Ebbe in der Kasse Roetgen. Ausschussvorsitzender Karsten Knoth (SPD) dankte für die „schonungslose“ Beschreibung des Ist-Zustandes, den der neue Projektsteuerer Alexander Pauls vom Büro Kempen & Krause in Aachen zur Schulsanierung gab.

Dach ist "nicht mehr sanierungsfähig" Roetgen. Das Lehrschwimmbecken in Roetgen versprüht nicht nur den Charme der 1970er Jahre, auch das Dach ist noch original und reichlich in die Jahre gekommen. Tauwasser tropft hindurch und an der Dachpappe rinnen die Tropfen entlang.

Das neue Lehrschwimmbecken ist ganz aus(...) Roetgen. Sie riecht wie sie aussieht und Generationen haben an diesem stillen Örtchen kleinere und größere Geschäfte erledigt. Es geht um die steinalte Toilettenanlage in der Roetgener Grundschule, umweht von einem Dauerdüftchen nach Urin. Diese sanitäre Antiquität sollte im Rahmen der Schulsanierung durch eine Anlage ersetzt werden, die den hygienischen Ansprüchen des 21. Jahrhunderts genügt. Das Vorhaben ist zwar ebenso löblich wie überfällig, aber zunächst wird nichts draus. Das Geld, die Rede ist von 40 000 Euro, wird anderweitig gebraucht und deshalb umgeschichtet: für das Lehrschwimmbecken.

Klimaanlage für die Schulaula vom Rat(...) Roetgen. Es ist noch nicht lange her, da haben sich die Fraktionen im Roetgener Gemeinderat bei der Schulsanierung zu einem Kompromiss zusammengerauft, vor allem unter dem Diktat des Sparens. Zurückgestellt wurde dabei zunächst die energetische Sanierung des Altbaus.

Traum von der Fertigstellung bis März (...) Nach der Ratssitzung am 19. Juli und noch zu später Stunde gegen 23 Uhr erscheint dieser Traum als ausgeträumt. Nach Beschlussfassung mit dem Architektenbüro in der letzten RGEG-Sitzung und sogar noch in der eigenen Beschlussvorlage der UWG war der Einbau einer Klimaanlage vorgesehen, aber nicht mehr gegen Mitternacht in dieser Sitzung.

Braucht die Aula in Roetgen eine(...) Roetgen. Gleich zweimal beschäftigte die neue Aula der Roetgener Grundschule die Mitglieder des Gemeinderats. Ohne Probleme wurden das Nutzungskonzept und die Benutzungsordnung, die ab 1. September in Kraft treten sollen, verabschiedet. Außerhalb der Schulzeiten steht die Aula auch als Bürgersaal zur Verfügung. Vereine können sie regelmäßig nutzen – zurzeit halten vier Vereine hier ihre wöchentlichen Proben ab. Außerdem können der Saal und die Nebenräume für Veranstaltungen der Kultur- und Heimatpflege, der Jugendförderung sowie für gemeinnützige Zwecke angemietet werden. Auch private Veranstaltungen sind möglich, sofern sie keinen gewerblichen Charakter haben. Gewerbliche sowie Sport- und Wahlkampfveranstaltungen sind ausdrücklich ausgeschlossen. Die Gebühr für die Nutzung beträgt 100 Euro pro Tag zuzüglich der Kosten für die Reinigung und den Einsatz des Hausmeisters. Auf Anregung der Grünen wurde festgelegt, dass das Foyer auch separat angemietet werden kann.

Einen Neuanfang bei der Schule starten Roetgen. Mit dem vor einem knappen halben Jahr bezogenen Neubau der Grundschule Roetgen hat die Gemeinde ein architektonisches Alleinstellungsmerkmal erhalten. Dem kantigen, würfelartigen Baukörper im grau-grünen Farbkontrast ist nicht anzusehen, dass das Projekt die Roetgener Kommunalpolitik auf eine Zerreißprobe gestellt hat – von bis ins Persönliche reichenden Streit im Gemeinderat über die Neuordnung der Roetgener Gemeindeentwicklungsgesellschaft bis hin zum Machtkampf mit dem Architekten.

Schulsanierung in Roetgen: Durchbruch(...) Roetgen. Von einem „Durchbruch“ sprach ein erleichterter Bürgermeister Manfred Eis, und auch Schulleiterin Elisabeth Ger-hards-Eckert war „hoch erfreut“ über das Ergebnis der morgendlichen Sitzung der Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG). Nach monatelangem, teilweise erbittert geführtem Gezänk, das sich bisweilen weit unterhalb der Gürtellinie bewegte, haben sich die Fraktionen zusammengerauft und für die Sanierung der Grundschule einen laut Eis „guten Kompromiss“ gefunden, „im Sinne der Schüler, der Schule, des Zeitfaktors und der Finanzen“. Für den Bürgermeister gibt es „keinen Gewinner oder Verlierer“. Alle seien aufeinander zugegangen und hätten klar zu verstehen gegeben, dass sie an einer gemeinsamen Lösung interessiert seien.

Schule Roetgen: Auch Dr.Thomas wirft hin Roetgen. Nach RGEG-Geschäftsführer Hubert Pauls ist auch Dr. Axel Thomas nicht mehr im Boot. Wie der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) der Städteregion gegenüber dieser Zeitung bestätigte, hat er sich vom Thema Schulsanierung wegen unüberbrückbarer Differenzen mit sofortiger Wirkung verabschiedet und den Beratungsvertrag mit der Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft, der RGEG, gekündigt. Damit ist Thomas wahrscheinlich SPD und UWG zuvor gekommen, die es nicht ausgeschlossen hatten, ihm den Stuhl vor die Tür zu setzen.

Schule Roetgen: Schlammschlacht eröffnet Roetgen. „Es liegt ein großer dampfender Haufen auf dem Tisch“, so ein Kommentar aus der Roetgener Politik, wenn heute die Gesellschafterversammlung der Roet- gener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) zusammentritt, um über die von SPD und UWG in der jüngsten Ratssitzung beschlossene Sparvariante für die Sanierung der Grundschule zu beraten. Allerdings wird sich das Gremium nicht nur mit dem Disput um die Schulsanierung zu beschäftigen haben, sondern auch mit dem Rücktritt von RGEG-Geschäftsführer Hubert Pauls, seines Zeichens Leiter des Bauamtes der Gemeinde.

Warnung vor Sparbeschluss Roetgen. Die Verwirrung um das Schicksal der Grundschule in Roetgen ist durch ein gemeinsames Schreiben des Architekten Gerhard Wittfeld und von Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion, an die Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) nicht gerade geringer geworden. Wittfeld wie Thomas warnen davor, die Sparvariante, die SPD und UWG in der jüngsten Ratsitzung beschlossen haben, umzusetzen, weil sie die Funktionalität der Schule mindern würde. Die Grundschule und die Offene Ganztagsschule könnten nicht „zu einer funktionalen Einheit zusammenwachsen“. Dies widerstrebe einer „zukunftsorientierten Schulgestaltung“.

Mehrkosten und weitere Zeitverzögerung drohen Roetgen. „SPD, UWG und Bürgermeister Eis haben mit ihrem Beschluss zur Umplanung der Grundschule die Interessen der Kinder, Eltern und der Schulleitung völlig ignoriert.“ Zwar sollen durch den Beschluss Kosten in Höhe von 200 000 Euro eingespart werden, doch habe die Verwaltung selber von einer Umplanung abgeraten und stattdessen vorgeschlagen, eine Budgeterhöhung zur Fortführung der Baumaßnahmen vorzunehmen. CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel: „Das entspricht auch dem Beschluss des Eilausschusses der Schulkonferenz.“

Nicht zum Nachteil der Schüler Schulerweiterungsbaus soll sich weiter verzögern. So entschied eine Roetgener Ratsmehrheit am Dienstag kurz vor Mitternacht. Die Frage um transparente Kosten oder Kostensteigerungen wurden als persönliches Streitthema mit Vehemenz aufgegriffen. Da interessierte es überhaupt nicht mehr, wie lange unsere Kinder noch in den Behelfscontainern lernen müssen. Statt bis zum Herbst 2011 jetzt bis Ende 2012 oder länger. Man spart an den Kosten und erhöht dennoch die Kosten einer dauernden Umplanung, die auch noch zu Ungunsten der Funktionalität des Neubaus führen wird.

Onasch: „Absolute Unverschämtheit“ Roetgen. Die UWG glaubt diesem Architekten kein Wort mehr, und auch die SPD bezeichnete Gerhard Wittfelds Leistung und Gebaren mehrfach als „absolute Unverschämtheit“. Trotz mehrfacher Bitten und Aufforderungen habe der Architekt bislang keine belastbaren Zahlen vorgelegt, empörte sich Fraktionschef Klaus Onasch am Dienstagabend im Gemeinderat, als es um die Budgetüberschreitung bzw. um mögliche Sparvarianten bei der Sanierung des Grundschulaltbaus ging.

Grundschule Roetgen: Schwierige Situation mit(...) Interfraktionelle Gespräche sind bei Politikern ausgesprochen beliebt, vor allem dann, wenn die Not groß ist. Das ist, wie mehrfach berichtet, bei der Sanierung der Grundschule Roetgen der Fall. Ein solches interfraktionelles Tamtam wurde deshalb am Montag abgehalten. Politiker, Verwaltung, Projektsteuerer, Vertreter der Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG), also alle, die mit dem Thema befasst sind oder dabei etwas verbockt haben, steckten die Köpfe zusammen, um sich die neuen Kreationen von Architekt Gerhard Wittfeld und die dazu gehörenden Zahlen zu Gemüte zu führen.

Wird die Sanierung der Roetgener Grundschule (...) Die Geister, die ich rief . . . Nur tröpfchenweise sickert das ganze Ausmaß der schwarz-grünen Pleite durch. Das Gesamtbudget von knapp sieben Millionen Euro für Erweiterung und Sanierung der Grundschule Roetgen reicht nicht aus. Wegen des aktuellen Fehlbedarfs sollen zwei Gewerke neu ausgeschrieben werden.

Die Angst vor der Erbärmlichkeit Roetgen. Finanzielle Probleme gibt es beim Ausbau und der Erweiterung der Grundschule Roetgen. Was die Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) vor Karneval hinter verschlossenen Türen zur Kenntnis genommen hat, sickert nach und nach an die Öffentlichkeit durch. Das liegt auch an der UWG, die ihr Wahlversprechen, für mehr Transparenz in der Politik zu sorgen, einlöst und einige Fakten bereits auf ihrer Homepage kommuniziert hat.

Wie man Zeit verschwendet: Erneutes Palaver (...) Man könnte es, wenig freundlich, auch Zeitverschwendung nennen. Denn als der Roetgener Bauausschuss ein erneutes Palaver über die Schulerweiterung abhielt, war das Ergebnis längst bekannt. Bereits vor Wochenfrist nämlich, im Hauptausschuss, hatten SPD und UWG erklärt, den gemeinsamen Spar-Antrag nicht weiter verfolgen zu wollen. Das reichte CDU und Grünen nicht aus. Architekt Gerhard Wittfeld selbst sollte der Ratsmehrheit noch einmal in aller Öffentlichkeit die Konsequenzen ihres Ansinnens aufs Brot schmieren.

„Politik mehr an Ganztag und Bürgersaal (...) Roetgen. Die Gemeinde Roetgen geht finanziell am Stock und ist von der Kommunalaufsicht aufgefordert worden, in ihrem Haushaltssicherungskonzept deutlich sichtbar den Rotstift anzusetzen. Dabei haben SPD und UWG die Schulerweiterung und -sanierung in den Fokus der Sparbemühungen gerückt. Über mögliche Auswirkungen von Mittelkürzungen in diesem Bereich hat unser Redakteur Ernst Schneiders mit der Leiterin der Grundschule, Elisabeth Gerhards-Eckert, gesprochen.

Schwarzen Peter dem Architekten zugeschoben Roetgen. Unter den Konsolidierungsmaßnahmen für den Finanzhaushalt der Gemeinde Roetgen hatten SPD und UWG den Punkt „Aktivierung von Einsparpotenzialen beim Schulbau“ eingebracht, jedoch ohne das Potenzial zu beziffern. Der Antrag der CDU, diesen Punkt zu streichen, wurde mit der Mehrheit von SPD und UWG abgelehnt.

Sparvorschläge „bei weitem zu spät“ Roetgen. So mal eben einen sechsstelligen Betrag bei der Schulerweiterung und -sanierung einsparen, ist nach Auffassung der Architekten Kada und Wittfeld nicht möglich. Die von SPD und UWG skizzierten Einsparmaßnahmen kämen „aus planerischer Sicht bei weitem zu spät“ und seien „aufgrund der Massivität der angedachten Eingriffe nicht ad hoc belastbar zu bewerten“. Eine fundierte Stellungnahme der Planer werde sechs bis acht Wochen auf sich warten lassen müssen. Das hat die Architektengemeinschaft die Roetgener Gemeindeentwicklungsgesellschaft (RGEG) dieser Tage wissen lassen.

„Chaos“ durch Einsparungen? Roetgen. Die Forderung von UWG und SPD in Roetgen, bei der geplanten Sanierung des Schulgebäudes Einsparungen vorzunehmen, stößt auch bei den Roetgener Liberalen auf völliges Unverständnis.

„So wird die Schule zur Bauruine“ Roetgen. „Vom ursprünglichen Raumkonzept wird nichts mehr übrig bleiben, und die Funktionsfähigkeit der Schule ist gefährdet. SPD und UWG verabschieden sich von einem Raumkonzept, dass noch vor wenigen Monaten von der Schule und SPD/UWG selbst als ganz dringender Bedarf und als erste Priorität bezeichnet wurde.“ So kommentieren Michael Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU Roetgen und Gerd Pagnia, B90/Die Grünen Roetgen, den Vorschlag von SPD/UWG, dass an der Schule gespart werden müsse. Mit diesem Vorschlag werde die Schule „zur Bauruine“, heißt es.

SPD/UWG wollen an der Schule sparen Roetgen. Soll man nun zuerst ein Ei legen und dann gackern, oder zuerst gackern und dann ein Ei legen? SPD und UWG in Roetgen haben sich für die zweite Variante entschieden. Notgedrungen. Um nämlich das Ei legen zu können, müsste die Verwaltung bzw. die Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) mit belastbarem Zahlenwerk aufwarten. Das ist angeblich derzeit nicht möglich. Aber gackern muss die Ratsmehrheit schon, damit die Kommunalaufsicht bei der Städteregion mitbekommt, dass SPD und UWG die Zügel spürbar anziehen wollen.

Es muss in Roetgen nicht Windkraft sein Roetgen. Mit einem brillanten Beitrag von Claudia Ellenbeck, sachkundige Bürgerin der Grünen im Bauausschuss, endete eine längere Debatte über eine Potenzialstudie der Gemeinde Roetgen zur Nutzung erneuerbarer Energie und zur Ausweisung von Konzentrationsflächen im Gemeindegebiet. Das Ergebnis dieser Studie wurde allseits als „ernüchternd“ bezeichnet, denn so richtig gut pustet der Wind in Roetgen nirgendwo, auch nicht im Münsterwald, wo die Stadt Aachen auf ihrem Territorium wahrscheinlich zehn Windmühlen von 185 Metern Höhe errichten will.

Roetgener Arbeiterwohlfahrt droht das "Aus" Mulartshütte. Zu einer Mitgliederversammlung hatte der Roetgener SPD-Ortsverein die Genossinnen und Genossen in das Restaurant "Altes Jägerhaus" in Mulartshütte eingeladen. Da es sich nicht um eine Jahreshauptversammlung handelte, standen nur wenige Regularien auf der Tagesordnung, sondern in erster Linie politische Information und Diskussion, erklärte der Vorsitzende Helmut Mulorz. So konnte er neben Bürgermeister Manfred Eis und dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Onasch, der über Aktuelles aus der Ortspolitik berichtete, auch den neuen Unterbezirksvorsitzenden Martin Peters begrüßen, der sich den Roetgener Parteifreunden vorstellen wollte und über einige kommunal- und bundespolitische Aspekte sowie Themen des bevorstehenden SPD-Bundesparteitags referierte.