Schwarzen Peter dem Architekten zugeschoben

Roetgen. Unter den Konsolidierungsmaßnahmen für den Finanzhaushalt der Gemeinde Roetgen hatten SPD und UWG den Punkt „Aktivierung von Einsparpotenzialen beim Schulbau“ eingebracht, jedoch ohne das Potenzial zu beziffern. Der Antrag der CDU, diesen Punkt zu streichen, wurde mit der Mehrheit von SPD und UWG abgelehnt.

In diesem Zusammenhang fuhr SPD-Fraktionschef Klaus Onasch starkes Geschütz auf. „So kann man nicht mit uns umgehen“, wetterte er, dass trotz mehrmaliger Nachfrage keine Zahlen vorgelegt wurden, was welche Maßnahme konkret an Einsparungen bringen würde. Erst mit diesem Wissen hätte man in Gesprächen mit allen Beteiligten klären können, was – auch vor dem Hintergrund technischer und rechtlicher Fragen sowie der davonlaufenden Zeit – machbar gewesen wäre.

Die Verwaltung sieht den Schwarzen Peter beim Architekten, der auf eine erforderliche Bearbeitungszeit verwiesen habe. Da aber bereits am kommenden Montag weitere Ausschreibungen erfolgen sollten, müssten diese Werte ja seit längerem bekannt sein, ärgerte sich Onasch. Fraktionsvorsitzende Silvia Bourceau (UWG) beklagte zudem, dass die gesamte Diskussion nur problem-, aber nie lösungsorientiert geführt worden sei. (heg)

Quelle: Eifeler Zeitung vom 2. Dezember 2010