Grundschule Roetgen: Schwierige Situation mit(...)
(...)völlig offenem Ausgang
Ernst Schneiders
denkt nach über interfraktionelle Vertraulichkeit
Interfraktionelle Gespräche sind bei Politikern ausgesprochen beliebt, vor allem dann, wenn die Not groß ist. Das ist, wie mehrfach berichtet, bei der Sanierung der Grundschule Roetgen der Fall. Ein solches interfraktionelles Tamtam wurde deshalb am Montag abgehalten. Politiker, Verwaltung, Projektsteuerer, Vertreter der Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG), also alle, die mit dem Thema befasst sind oder dabei etwas verbockt haben, steckten die Köpfe zusammen, um sich die neuen Kreationen von Architekt Gerhard Wittfeld und die dazu gehörenden Zahlen zu Gemüte zu führen.
Fazit aus der Runde: Man stehe vor einer „schwierigen Situation“ mit „völlig offenem Ausgang“. Beschlüsse wurden noch nicht gefasst, außer einem: Sobald alle Informationen verarbeitet, nachgeliefert und verkraftet sind, will man sich erneut zusammensetzen.
„In zwei oder drei Wochen wissen wir hoffentlich mehr“, seufzte ein Teilnehmer, der namentlich nicht genannt werden will, denn die Sitzung war „nicht öffentlich“, und Bürgermeister Eis wird wohl demnächst Merkblätter verteilen lassen, was das zu bedeuten hat.
„Außerdem ist es der Sache nicht angemessen, nach dem ersten Zusanmentreffen irgendetwas hinauszuposaunen“, ließ ein anderer Teilnehmer durchblicken, dass die Lage in Wirklichkeit noch viel schwieriger ist.
Dass man unwillkürlich zusammenzuckt und misstrauisch wird, wenn sich jemand darauf beruft, Dinge seien vertraulich oder nicht öffentlich, ist nicht nur der Roetgener Politik anzulasten. Da hat Schwarz-Gelb seinen Teil beigesteuert, mit dem ganzen Murks, der in Berlin in verschwiegenen Hinterzimmern zurechtgefrickelt worden ist.
Fehlt jetzt allerdings noch, dass Roetgens Politiker, wie unser aller Kanzlerin bei der Atomkraft, ein Moratorium ausrufen. Monatelang passiert nichts, bis dann doch weiter gewurstelt wird wie vorher. Es sei denn, man kommt zu der Erkenntnis, dass man den einen oder anderen aus der handverlesenen Runde vom Netz nehmen muss.