Ein Knoten am Knotenpunkt (...)
(...) Bundes-/Rosentalstraße
Wichtige Frage für Aldi und Edeka. Gibt es eine Ampel oder einen Kreisverkehr? Der würde groß. Einiges müsste abgerissen werden.
Von Ernst Schneiders
Roetgen. Die Aldi-Baustelle an der unteren Bundesstraße in Roetgen hätte gar nicht in Betrieb gehen dürfen, weil die damit zusammenhängende Verkehrsführung am Knotenpunkt Bundes-/Rosental-straße noch nicht realisiert ist. Diese Aussage ist richtig und gleichzeitig falsch, wie Alfred Sebastian, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr des Landesbetriebs Straßen NRW in Euskirchen, gegenüber unserer Zeitung erklärte.
Frage der Leistungsfähigkeit
Richtig wäre die Aussage, wenn es um die Verkehrssicherheit des Knotenpunktes gehen würde. In diesem Falle, so Sebastian, hätte der Landesbetrieb sofort jegliche Bautätigkeit auf der Aldi-Baustelle stoppen müssen.
Falsch ist die Aussage, weil es nicht um die Verkehrssicherheit geht, sondern um die Leistungsfähigkeit des Knotens. Und da hat der Landesbetrieb keine Sorgen, denn auf der Bundesstraße, die in seiner Zuständigkeit steht, läuft der Verkehr.
Etwas längere Wartzezeiten müsse der Verkehr bei der zur Zeit noch in Rede stehenden Ampel an der Rosentalstraße in Kauf nehmen, was in gewisser Weise auch den dortigen Edeka-Markt berührt. Doch das, so Sebastian, „ist nicht unsere Baustelle, da stehen die Autos dann statt bisher 30 eben 37 Sekunden“. Überdies gebe es eine Vereinbarung zwischen Landesbetrieb und Aldi, wonach sich der Discounter an den Kosten der Verkehrslenkung beteilige. Trotzdem, so Alfred Sebastian weiter, sei der Landesbetrieb daran interessiert, „dass es voran geht und der Knoten nicht erst am Sanktnimmerleinstag ausgebaut wird“.
Das ist auch das Trachten der Gemeindeverwaltung Roetgen. Wie Dirk Meyer vom Bauamt gegenüber unserer Zeitung erklärte, sei im Bebauungsplan für den Aldi-Markt festgeschrieben, dass die Verkehrsführung Bundes-/Rosentalstraße geregelt werden müsse. Ursprünglich habe man dort an eine Ampel gedacht, doch sei die Städteregion damit nicht einverstanden und bestehe auf der Untersuchung eines Kreisverkehrs. Diese Machbarkeitsstudie gehe jetzt in Auftrag.
Laut Meyer müsse man sich über eines im Klaren sein: Falle die Entscheidung auf einen Kreisverkehr, dann müsse der „sehr groß werden und einen Bypass erhalten“. Dann, so Meyer weiter, gehe es auch um Fragen den Grunderwerbs, weil dann in diesem Bereich „einiges abgerissen werden muss“. Auch müsse diese Frage zeitnah beantwortet werden.
„Wir können uns jetzt nicht bequem zurücklehnen und erst mal abwarten, was passiert.“ Anfang 2012 soll die Machbarkeitsstudie vorliegen, dann gelte es zu entscheiden. Möglichst noch im nächsten Jahr solle das Problem aus der Welt geschafft werden.
Stillstand kritisiert
Ein weiterer Effekt: Mit der Entwicklungsstudie für die Ortsdurchfahrt Roetgen der B 258 könnte es dann endlich weitergehen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Dieser Stillstand war in der Ratssitzung am Dienstagabend aus Reihen der CDU kritisiert worden. Grund für den Stillstand, versicherte Dirk Meyer, sei lediglich die Unklarkeit, wie es am Knotenpunkt Bundes-/Rosentalstraße weitergehe.